Sponsoring / Co-Owner

( das ist eine Miteigentümerschaft und was ist das genau?)

Vielversprechende Welpen werden vom Züchter zu Sonderkonditionen (Sponsoring) abgegeben und sichert sich somit ein temporäres Zuchtrecht an den -für die Weiterzucht wertvollen Hunden.

Ein weiteres Ziel vom Sponsoring ist ein möglichst stressfreies Leben für den einzelnen Hund, fern ab des Züchterrudels.

Ein Züchter kann nur einer bestimmten Anzahl an Hunden im eigenen Haus gerecht werden und die meisten Züchter halten auch maximal nur einen aktiven Deckrüden im Rudel, um

Konkurrenzkämpfe zu vermeiden. Ich halte in meiner Zuchtstätte ausschliesslich Hündinin, da ich keinem Rüden den Stress der läufigen Hündinin antun möchte.

Daher bietet sich die Miteigentümerschaft gerade bei männlichen Hunden an. In selteneren Fällen, werden auch Hündinin gesponsort.

Möchte also ein Züchter, seine Nachzuchten in Miteigentümerschaft abgeben, bedeutet das nichts anderes als:

ein vielversprechender Welpe wird zu Sonderkonditionen abgegeben und sowohl der Züchter, als auch der neue Hundehalter sind Eigentümer des Hundes.

Das alleinige Zuchtrecht liegt vorerst bei Züchter und der neue Hundehalter verpflichtet sich, den Hund bei entsprechender positiver Entwicklung zuchtfertig zu machen.

Die Kosten hierfür übernimmt in der Regel der Züchter.

Im Falle einer Miteigentümerschaft einer Hündin, hat der Züchter das Recht, diese für 1 oder 2 Würfe (je nach Absprache) zu sich zu holen. Ist der Zuchteinsatz beendet, geht die Hündin zu erneuten Sonderkonditionen in den alleinigen Besitz des Hundehalters über. Dieses Vorhaben setzt aber unbedingt eine gute Vertrauensbasis zwischen Züchter und Miteigentümer voraus. Im besten Fall sollte auch der Wohnsitz des Miteigentümers nicht allzu fern vom Wohnsitz des Züchters sein, um der Hündin lange Autofahrten ersparen zu können. Diese Art der Miteigentümerschaft ist daher eher seltener.

Im Falle eines Rüden kann der Züchter den Rüden sowohl in seiner eigenen Zucht beliebig oft einsetzen als auch für Hündinnen anderer Zuchtstätten freigeben. Der Rüde lebt ausschließlich bei dem neuen Halter. Im Regelfall kommen die Hündinnen zum Belegen zum Rüden,Der Züchter entscheidet, wann der Deckeinsatz des Rüden vorbeiist. Der alleinige Besitz geht dann zu erneuten Sonderkonditionen an den Hundehalter über. Je nach Absprache und Alter des Rüden kann auch das alleinige Zuchtrecht abgegeben werden.

Kurz gesagt bedeutet das:

Beim Miteigentümer leben die Hunde, aber auf dem Papier gehören sie dem Züchter.

Mit Hilfe des Züchters, istb es die Verpflichtung des Miteigentümers die Hunde zuchtfertig zu machen und entsprechende Untersuchungen zu gegebener Zeit zu veranlassen. Nach aktuellem Stand der

Zuchtordnung hieße es, dass 2 Ausstellungen im zuchtfähigen Alter (also ab 1 5 Monate) mit mindestens der Bewertung „Sehr gut", sowie die  Untersuchung der Hüfte per Röntgenaufnahme ab einem Mindestalter von 12 Monaten zu erfolgen haben.

Zusätzlich wird die Patella von einem Gutachter untersucht.

Der Züchter kommt für alle Kosten auf, die die Zuchtzulassung und die züchterischen Tätigkeiten betreffen (Zuchtzulassung, Gesundheitsuntersuchungen, Ausstellungskosten usw.)

Der Miteigentümers trägt alle laufenden Kosten (Futter, nicht züchterische Tierarztkosten, Hundesteuer, usw.).

Eine Mitgliedschaft im Zuchtverband benötigt der Miteigentümer nicht. Sollte sich ein Hund nicht wie erhofft entwickeln, so kann der alleinige Besitz zu erneuten Sonderkonditionen vollständig dem Miteigentümer vorzeitig übertragen werden.

Für diese Zusammenarbeit, benötigt es recht engen Kontakt zum Züchter. Sympathie und Vertrauen ist beiderseits absolute Grundlage, da für den Züchter nicht nur Daten und Fakten wichtig sind, sondern auch ein möglichst transparenter  Einblick in die charakterliche und physische Entwicklung des Hundes.

Man muss ehrlich miteinander umgehen können. Die hohe Betreuung und Unterstützung seitens des Züchters bei allen anfallenden Fragen ist die Grundbasis dafür.

 

Auf beiden Seiten herrscht eine besondere Verantwortung, der man gewissenhaft nachkommen sollte  und welche vertraglich festgehalten werden muss.

Der Züchter vertraut dem Co-Owner immerhin einen ganz besonderen Hund an, der für seine Zuchtziele äusserst wertvoll und einzigartig sein kann.

Dass solche Hunde nicht einfach kastriert werden dürfen, liegt eigentlich auf der Hand. Solche und ähnliche Entscheidungen dürfen daher nicht im Alleingang entschieden werden.

Wer jetzt denkt, dass er ganz leicht an einen Co-Owner Rassehund kommt, der irrt sich.

Zum Einen gibt es bei jedem Wurf max. 1 Welpen (wenn überhaupt), bei dem sich der Züchter eine Co-Ownerschaft vorstellen kann und zum Anderen ist es zeit- und arbeitsintensiv, den Hund gemeinsam mit dem Miteigentümer auf Ausstellungen usw. vorzubereiten.

Ein bisschen Spaß und Interesse am Ausstellen und am Zuchtgeschehen, sollte der Miteigentümer also schon mitbringen.

 

Falls ich euer Interesse für diese besondere Art der Zuchtunterstützung und Hundehaltung geweckt haben, dann steh ich für weitere Informationen gern zur Verfügung.